Kontakt und FAQs

Wartig Nord Analytik GmbH

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Unsere Öffnungszeiten

Mo. – Do. 08:00 – 17:00 Uhr
Fr. 08:00 – 16:30 Uhr

FAQs

Im folgenden finden Sie viele Antworten auf geläufige Fragen aus den Bereichen Untersuchungen auf künstliche Mineralfasern und Asbest“ und Mikrobiologische Untersuchungen.

Ihr Thema ist nicht dabei? Kontaktieren Sie uns gern.

Untersuchungen auf künstliche Mineralfasern und Asbest

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Welche Materialien können Asbest enthalten?

Bei Gebäuden, die vor 1991 errichtet wurden, besteht die Möglichkeit, dass asbesthaltige Zuschlagsstoffe verbaut wurden. Diese Materialien finden sich häufig sowohl im Außenbereich (Fassaden- oder Dachbauteile) als auch im Innenraum (Boden-, Wand- und Deckenbereiche, Fenster- und Türlaibungen). Hierzu zählen Wandputze, Spachtel- und Ausgleichsmassen, Bodenbeläge (Linoleum, Cushion-Vinyl, Flexplatten und Fliesen) sowie deren Kleber und Ausgleichmassen. Faserzementplatten, Spritzzement, Dach- und Isolationspappen, Steinholzestriche und Buntsteinputze können ebenfalls asbesthaltig sein.

Was sind KMF?

Die Abkürzung KMF steht für künstliche Mineralfasern und beschreibt mineralische, synthetisch hergestellte Fasern. KMF sind nicht brennbar und besitzen hohe Dämm- und Isoliereigenschaften. Entsprechend häufig findet man KMF in Rohr- und Fassadenisolierungen aber auch in (Trittschall-)Dämmungen und Glasfasertapeten. 

Bestimmte KMF, sogenannte lungengängige bzw. WHO-Fasern, sind potentiell krebserzeugend, da sie, durch Einatmen erst einmal in die Lunge gelangt, vom Körper nicht mehr abgebaut bzw. abtransportiert werden können. Als lungengängig gelten KMF mit einer Länge von mehr als 5 µm und einem Durchmesser von weniger als 3 µm (Länge-Durchmesser-Verhältnis: > 3:1). Ob es sich bei einem vorgefundenen Dämm- oder Isolierstoff um potentiell krebserzeugende KMF handelt, kann nur eine Analyse liefern. Hierfür wird der sogenannte Kanzerogenitätsindex (KI) bestimmt. Dieser gibt anhand der ermittelten stofflichen Zusammensetzung der zu bewertenden WHO-Faser Auskunft über die Biolöslichkeit und somit über die Eigenschaft im menschlichen Körper potentiell krebserregend zu wirken.

Welche Methoden gibt es?

Wir haben Ihnen eine Übersicht mit unseren Analysemethoden in der Asbestanalytik zusammengestellt.

PDF: Analysemethoden

Welche Nachweisgrenzen gibt es?

Wir haben Ihnen eine Übersicht unserer Analysemethoden in der Asbestanalytik einschließlich der zugehörigen Nachweisgrenzen zusammengestellt.

PDF: Analysemethoden

Wie entnehme ich eine Probe?

Die Beprobung von potenziell asbesthaltigen Materialien ist aus Sicherheitsgründen stets durch eine fachkundige Person durchzuführen (Kontakt aufnehmen).

Sollten Sie die Probe dennoch selbst nehmen wollen, beachten Sie bitte die folgenden Punkte:

  • Vermeiden Sie Staubentwicklungen! (Legen Sie die Probe nicht durch Bohren, Sägen oder Brechen frei. Befeuchten Sie die zu beprobende Stelle mit Wasser und ein wenig Spülmittel.)
  • Entnehmen Sie (bereits) lose Materialstückchen.
  • Verpacken Sie die Probe dicht (z. B. Zip-Beutel, Schraubglas oder Plastikdose)
  • Beschriften Sie die Probe leserlich und abwisch-/abriebfest (Name, Datum und ggf. Ort der Probenahme).

Wieviel Material wird benötigt?

Wieviel Material wir für die Untersuchung benötigen, ist immer von der gewählten Methode abhängig. Wenn Sie uns ein Materialstück mit der ungefähren Größe einer 2-EURO-Münze zusenden, ist diese Materialmenge völlig ausreichend.

Kann ich eine Mischprobe erstellen?

Ja, Mischproben können aus gleichen Materialien (z.B. Putze) erstellt werden. Das Mischen unterschiedlicher Materialien sollte besser vermieden werden. Dabei kann es zu Verdünnungseffekten kommen, die die Nachweisgrenze deutlich herabsetzen können. Das bedeutet beispielsweise, dass eine kleine Menge potenziell asbesthaltigen Klebers in einer großen Menge Spachtel oder Putz zu stark verdünnt wird. Die Gefahr des Übersehens wird größer. Damit kann das Risiko einer unsachgemäßen Bearbeitung im Nachgang steigen.

Wie versende ich meine Probe ordnungsgemäß an das Labor?

Bitte verwenden Sie keine Papierumschläge! Wir empfehlen die Verwendung von Luftpolster- oder Kartonumschlägen. Bitte legen Sie der zu untersuchenden Probe eine kurze Begleitnotiz bei. Diese sollte die folgenden Informationen enthalten:

  • Name
  • Adresse
  • Rechnungsadresse (sofern abweichend)
  • E-Mail-Adresse
  • ggf. Telefonnummer für Rückfragen
  • Probenbezeichnung
  • Material
  • Untersuchungswunsch (Methodenauswahl)

Gern können Sie auch unseren Probenbegleitschein nutzen:

PDF: Probenbegleitschein F-030 a

Wie lange dauert die Untersuchung?

Die Dauer der Untersuchung hängt sowohl von der gewählten Methode als auch von der Probenanzahl ab. Sie können jedoch von einer durchschnittlichen Bearbeitungszeit von 3 bis 5 Arbeitstagen ausgehen. Sollten Sie die Untersuchungsergebnisse früher benötigen, sprechen Sie uns gern an. Je nach Probenumfang können wir Ihnen eine entsprechende Eilanalytik anbieten.

Kann man auch Wasser auf Asbest untersuchen lassen?

Ja, das geht. Unser Labor verfügt jedoch über keine geeignete Methode zur Bestimmung von Asbestfasern in Wasser. Diese Analytik können wir Ihnen leider nicht anbieten.

Was ist das? – Proben unbekannter Herkunft und deren Klärung

Sollten Sie unbekannte Staubablagerungen haben oder Probleme mit Partikelbelastungen, deren Herkunft Sie abklären lassen wollen, so können wir Ihnen mittels der Mikrobereichsanalytik (Rasterelektronenmikroskopie/REM-EDX) und begleitender lichtmikroskopischer Auswertungen eine entsprechende Untersuchung anbieten, bei der wir z.B. Referenzmaterialien mit Ihren Ablagerungen vergleichend analysieren und die Ergebnisse anschließend bewerten. Zudem ist für kleinere Materialstücke auch eine ggf. zerstörungsfreie rasterelektronenmikroskopische Analyse der Oberfläche und dessen Elementzusammensetzung möglich. Sprechen Sie uns gern darauf an.

Mikrobiologische Untersuchungen

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Kann ich selbst eine Probe nehmen und auf Schimmel untersuchen lassen?

Bei der Beprobung auf Schimmelpilze ist die Probenahmestrategie sowie die richtige Auswahl des Beprobungsbereichs von entscheidender Bedeutung. Wir empfehlen daher die Probe nicht selbst zu nehmen, sondern hierfür entsprechend fachkundiges Personal zurate zu ziehen (Kontaktaufnahme). Insbesondere wenn Sie sich im Rahmen einer rechtlichen Fragestellung, wie z.B. bei Gewährleistungs- und/oder Haftungsansprüchen, für eine Schimmeluntersuchung interessieren, ist die Einbeziehung einer sachverständigen Person essentiell und ermöglicht im rechtlichen Streitfall die Anerkennung der durchgeführten Untersuchung.

Welche Methoden gibt es?

Materialien (Gipskarton, Dämmstoff etc.) können sowohl qualitativ als auch quantitativ auf Schimmelpilze untersucht werden. Bei der Direktmikroskopie (qualitativ) erhalten Sie eine Aussage darüber, ob auf der von Ihnen zugesandten Probe Schimmelpilze nachgewiesen werden konnten. Im Falle eines Positivbefunds erhalten Sie zusätzlich die Artenzusammensetzung der nachgewiesenen Pilze. 

Bei einer Untersuchung auf „KbE/g“ (quantitativ) wird die Anzahl der (Pilz-)Kolonien pro Gramm Material bestimmt. Da nicht jede vermeintlich schimmelpilztypische Verfärbung auch auf einen Schimmelpilzbefall hindeutet, wird die Direktmikroskopie häufig für eine erste Einschätzung bzw. Abgrenzung genutzt. Eine quantitative Untersuchung (KbE/g) des Materials dient insbesondere zur Beurteilung der Befallsstärke.

Bitte berücksichtigen Sie, dass Klebefilmproben ausschließlich direktmikroskopisch untersucht werden können.

Wie entnehme ich eine Probe?

Die Beprobung von Schimmelpilzen ist aus Anerkennungs- sowie Sicherheitsgründen stets durch eine fachkundige Person durchzuführen (Kontaktaufnahme). 

Sollten Sie die Probe dennoch selbst nehmen wollen, beachten Sie bitte die folgenden Punkte:

Materialprobe

  • Schneiden Sie, sofern möglich, ein Stück des befallenen Materials (z.B. Tapete oder Gipskarton) als Untersuchungsfläche heraus. Die Größe einer Briefmarke ist völlig ausreichend. Bitte markieren Sie die gegenüberliegende Seite bzw. Rückseite der Untersuchungsfläche mit einem kleinen Kreuz.
  • Verpacken Sie die Probe dicht (z.B. Zip-Beutel, Schraubglas oder Plastikdose)
  • Beschriften Sie die Probe (Beutel, Glas etc.) leserlich und abwisch-/abriebfest (Name, Datum und ggf. Ort der Probenahme).

Klebefilmprobe

  • Verwenden Sie einen Klebefilmstreifen (vorzugsweise tesapack® kristall-klar) von etwa 10 cm Länge, wobei Sie die beiden Enden des Streifens ca. 1 cm umschlagen.
  • Der Klebestreifen wird mit der klebenden Seite direkt auf die zu beprobende Oberfläche gedrückt und vorsichtig mit dem Daumen nachgestrichen. Anschließend wird der Streifen mit der klebenden Seite auf eine saubere Prospekthülle (vorzugsweise rau/genarbt) überführt.
  • Beschriften Sie die Probe (Prospekthülle) leserlich und abwisch-/abriebfest (Name, Datum und ggf. Ort der Probenahme).

Wie versende ich meine Probe ordnungsgemäß an das Labor?

Bitte legen Sie der zu untersuchenden Probe eine kurze Begleitnotiz bei. Diese sollte die folgenden Informationen enthalten: 

  • Name
  • Adresse
  • Rechnungsadresse (sofern abweichend)
  • E-Mail-Adresse
  • ggf. Telefonnummer für Rückfragen
  • Probenbezeichnung
  • Material
  • Untersuchungswunsch (Methodenauswahl)

Gern können Sie auch unseren Probenbegleitschein nutzen (Download PDF: Probenbegleitschein F-030 b).

Wie lange dauert die Untersuchung?

Die Dauer der Untersuchung hängt sowohl von der gewählten Methode als auch von der Probenanzahl ab. Sie können jedoch von einer durchschnittlichen Bearbeitungszeit von 3 bis 5 Arbeitstagen ausgehen. Bei quantitativen Analysen bei denen eine Kultivierung notwendig ist (KbE/g, Lebendkeime etc.) ist eine Bearbeitungszeit von mindesten 10 bis 14 Tagen notwendig. Dies ist bedingt durch die Dauer der Kultivierung der einzelnen Nährmedien. Sollten Sie die Untersuchungsergebnisse früher benötigen, sprechen Sie uns gern an. Je nach Probenumfang und gewählter Methode können wir Ihnen eine entsprechende Eilanalytik anbieten.